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19. Mai 2025

Zwei Tage, 20 Nationen, eine Mission: Kreativer Content im digitalen Zeitalter

Internationale Teams entwickeln KI-gestützte Kampagnen in Görlitz

AI, Pizza & Prototypen – Wie Studierende beim OMC in Görlitz digitales Marketing lebendig machen

Autor: Sebastian Benad
Bilder: OMC2025 / Sebastian Benad 

Wie schafft man überzeugende Inhalte mit wenig Budget – und maximaler Wirkung? Dieser Frage stellten sich Anfang Mai über 40 Studierende aus mehr als 20 Nationen im Rahmen der Online Marketing Challenge (OMC). Das internationale Praxisprojekt, koordiniert vom SEPT Competence Center der Universität Leipzig unter Leitung von Jazmín Ponce Gómez[1] , bringt Studierende mit Unternehmen zusammen – und verbindet digitales Marketing, kulturelle Vielfalt und unternehmerisches Denken. Herzstück der OMC ist die Entwicklung realer Online-Marketing-Kampagnen:
 In internationalen Teams konzipieren Studierende unter realen Bedingungen Strategien für regionale Unternehmen – mit einem echten Werbebudget, professionellem Coaching und straffen Deadlines.

Zum ersten Mal fand in diesem Jahr ein zentrales Bootcamp-Wochenende in Görlitz statt – organisiert in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Internationale Wirtschaftskommunikation der Fakultät Management- und Kulturwissenschaften (F-MK) der Hochschule Zittau/Görlitz. Zwei Tage lang standen kreative Tools, KI, Videoproduktion und interkultureller Austausch im Fokus. Was die Teams aus Görlitz mitnahmen? Neue Fähigkeiten, starke Ideen – und einen echten Motivationsschub für die kommende Kampagnenphase.

Das Bild zeigt eine Collage aus drei Szenen, die eine internationale, junge Gruppe von Studierenden oder Teilnehmenden einer Veranstaltung zeigt.  Oben links: Eine helle, moderne Cafeteria oder Lounge mit großen Fenstern und vielen Sitzmöglichkeiten. Mehrere kleine Gruppen von jungen Erwachsenen sitzen an Tischen und unterhalten sich oder arbeiten zusammen. Die Atmosphäre wirkt entspannt und freundlich. Auf einem Roll-Up-Banner ist ein Logo zu sehen, das auf eine Bildungseinrichtung oder ein Projekt hinweist.  Oben rechts: Eine Präsentation oder ein Workshop mit dem Titel „Low Budget High Impact Content Creation (Video)”. Die Teilnehmenden sitzen in Reihen und hören einem Vortragenden zu, der vorne an einem Pult steht. Auch hier ist ein Roll-Up-Banner sichtbar.  Unten (Hauptbild): Eine große Gruppe von etwa 35 internationalen jungen Erwachsenen steht und kniet draußen auf einer Wiese vor einem modernen Gebäude. Die Gruppe wirkt fröhlich und vielfältig, einige lachen oder winken. Der Hintergrund ist grün mit Bäumen und Gebäuden, was auf ein Hochschul- oder Campusgelände hindeutet. Die Stimmung ist positiv und gemeinschaftlich.

Görlitz als Kreativlabor: Wie Studierende lernen, KI sinnvoll einzusetzen

Der Auftakt am 9. Mai fand im kreativen Umfeld der Hochschule Zittau/Görlitz statt. Unter der Leitung von Sebastian Benad, Dozent an der F-MK, drehte sich alles um die Frage, wie Künstliche Intelligenz (KI) Content-Erstellung im Marketing unterstützen kann – ohne dabei den menschlichen Kern guter Kommunikation zu verlieren. In praxisorientierten Übungen trainierten die Teilnehmenden den gezielten Einsatz von Tools wie ChatGPT, Canva oder Prompt-Generatoren.

„Wir wollen, dass unsere Studierenden nicht nur Tools nutzen – sondern sie reflektiert, kreativ und verantwortungsvoll einsetzen,“ Sebastian Benad, Coach und Workshop-Leiter “AI-driven Content-Marketing”.

Die Atmosphäre war entspannt und produktiv zugleich: internationale Teams diskutierten Ideen, probierten sich aus, entwickelten erste Entwürfe.

Am Abend folgte eine interkulturelle Stadtführung durch das historische Görlitz, bevor der Tag bei einem offenen Get-together in der Bierblume Görlitz ausklang – einem beliebten Begegnungsort mit Biergarten, Musik und kreativer Atmosphäre.

„Man hat sofort gemerkt, wie gut wir uns kulturell ergänzt haben – Görlitz war ein perfekter Ort dafür,“ so eine Teilnehmerin aus dem internationalen Team Leipzig–Görlitz.

Low Budget, High Impact: Video-Prototypen im Schnellverfahren

Der Samstag, 10. Mai, stand ganz im Zeichen von Bewegtbild und Storytelling. Mit Jannis Koppatsch, Head of Media bei Libertec GmbH, bekamen die Teams Einblicke in die Grundlagen effizienter Videoproduktion – ganz nach dem Prinzip: Low Budget, High Impact.

Nach einem Impulsvortrag ging es direkt in die Umsetzung: Jedes Team konzipierte, filmte und bearbeitete innerhalb weniger Stunden einen eigenen Video-Prototyp für die geplante Online-Kampagne.

„Wir waren überrascht, wie viel man mit einfachen Mitteln und klarer Story schon erreichen kann,“ so Jazmín Ponce Gómez, Projektleiterin der OMC

Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: pointierte Reels, kreative Schnittideen und klare Botschaften, entwickelt in kürzester Zeit. Auch Jannis Koppatsch zeigte sich beeindruckt:

„Die Ideen waren spontan, unverkopft und die Ausführung schon recht professionell, jedoch immer wenigstens am Input orientiert. Das zeigt gut, wie praxisnahe Lernumfelder motivieren und schlichtweg funktionieren können.“

Das Bild ist eine Collage aus vier verschiedenen Szenen, die eine Gruppe junger Menschen bei gemeinsamen Aktivitäten zeigt – vermutlich im Rahmen einer Studienreise oder eines Austauschprogramms in Europa.  Linkes Hauptbild: Eine größere Gruppe (etwa 12 Personen) steht vor einer historischen Kirche mit markantem grünem Kupferdach und hoher gotischer Architektur. Im Hintergrund ist ein schöner, leicht bewölkter Himmel zu sehen. Die Gruppe wirkt fröhlich und entspannt – einige posieren, andere lächeln locker in die Kamera.  Rechts oben: Eine kleinere Gruppe steht auf einer gepflasterten Straße in einer historischen Altstadt. Ein älterer Herr spricht zur Gruppe, vermutlich ein Stadtführer. Im Hintergrund sind typisch europäische Häuserfassaden und Kirchtürme zu sehen.  Rechts Mitte: Diese Szene zeigt eine lebendige Party- oder Tanzsituation in einem Innenraum. Die jungen Leute tanzen eng beieinander, lachen und haben offensichtlich viel Spaß. Es herrscht eine ausgelassene und warme Atmosphäre.  Rechts unten: Eine gesellige Runde sitzt um einen Tisch, auf dem Pizza und Getränke stehen. Alle wirken entspannt und lachen – ein Moment der Gemeinschaft und Freude.  Gesamteindruck: Die Collage vermittelt ein Gefühl von Gemeinschaft, kulturellem Austausch, Spaß und Entdeckung. Sie zeigt sowohl touristische Erkundungen als auch private Momente des Zusammenseins.

Mehr als ein Workshop: Vielfalt, Teamgeist und echte Lernerfahrung

Was dieses Wochenende so besonders machte, war der ganzheitliche Charakter des Lernens: theoretischer Input, praktisches Arbeiten, interkulturelles Miteinander – alles eng verzahnt. Der Campus Görlitz wurde zum Treffpunkt für Menschen, Perspektiven und Ideen.

„Wir sind stolz, dass wir als F-MK diesen Begegnungsraum mitgestalten konnten,“ resümiert Falk Maiwald, Dekan der Fakultät Management- und Kulturwissenschaften.

Die OMC als Lernformat zeigt eindrucksvoll, wie moderne Hochschullehre aussehen kann: praxisnah, international, kollaborativ. Die Studierenden der F-MK arbeiteten eng mit Kommiliton*innen anderer Hochschulen zusammen – etwa aus Leipzig, Magdeburg oder Halle – und profitierten von einer intensiven Betreuung durch Lehrende und externe Profis.

Jazmín Ponce Gómez bringt es auf den Punkt:

„Die OMC ist nicht nur ein Projekt, sondern ein Raum für Begegnung, Lernen und kreative Zusammenarbeit. Görlitz hat gezeigt, was möglich wird, wenn Studierende aus aller Welt gemeinsam an echten Herausforderungen arbeiten.“

Mit im Gepäck: wertvolle Erfahrungen, neue Kompetenzen und erste Entwürfe für echte Online-Marketing-Kampagnen, die in den kommenden Wochen gemeinsam mit Unternehmen weiterentwickelt werden. Das Finale der OMC findet am 2. Juli 2025 in Leipzig statt – und man darf gespannt sein, was aus den Prototypen von Görlitz noch entsteht.

fachlicher Ansprechpartner

Sebastian Benad
M.A.
Sebastian Benad
Fakultät Management- und Kulturwissenschaften
02826 Görlitz
Parkstraße 2
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1. Obergeschoss
+49 3581 374-4557