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15. Dezember 2015

Wenn das „HIN“ zum „DA“ wird.

Herzlich willkommen: Khalil aus Marokko studiert seit diesem Jahr Wirtschaftsingenieurwesen in Zittau. khalilSeit circa einem Jahr findet alle 14 Tage, immer mittwochs, die „International Coffee Hour“ für unsere ausländischen Studierenden statt. Hier können Studienkollegiaten, ERASMUS-Teilnehmer, ausländische sowie deutsche Studenten sich treffen, austauschen und Kontakte knüpfen. Dort haben wir Khalil getroffen. Der ehemalige Studienkollegiat erzählt uns, wie er in sein Studium gestartet ist und wie er in Zittau aufgenommen wurde.Der gebürtige Marokkaner ist seit 2014 in Zittau und studiert seit dem Wintersemester 2015 Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Zittau/Görlitz. Zuvor hat er das Studienkolleg an unserer Hochschule erfolgreich absolviert. Seine Studienfachwahl begründet uns der Studienanfänger wie folgt: „Besonders die 50-50-Mischung zwischen Technik und Wirtschaft haben mich von diesem Studiengang überzeugt. Der Diplomabschluss spielte für mich auch eine große Rolle, da ich mit diesen, zumindest in Marokko, sichere Arbeitsaussichten habe.“ Ob ihn sein Weg nach dem Studium wieder nach Marokko führt oder er in Deutschland, vielleicht sogar in unserer Region, bleibt, dass kann er uns noch nicht sagen.  Ganz klar erkennbar sind für ihn die Vorteile eines kleinen Hochschulstandortes, so meinte er: „Durch die Größe der Hochschule und den dazugehörigen Studierendenzahlen haben wir viele Vorteile. Manchmal habe ich Probleme dem Unterricht zu folgen, wegen meiner Sprachkenntnisse. Durch die Überschaubarkeit meines Kurses kann ich immer wieder nachfragen bis ich es verstanden habe. Die Professoren beantworten meine Fragen auch gerne, da sie an der HSZG die Zeit haben auf mich einzugehen.“Beworben hat sich Khalil auch in anderen Städten, trotz dessen stand für ihn von Anfang an fest, dass er am liebsten in Zittau bleiben möchte. So berichtet er von einem Campusrundgang, den er einst besuchte: „ Ich war einmal in Stuttgart und habe die Universität sowie eine Lehrveranstaltung besucht. In einem Seminarraum waren sehr viele Menschen, alle haben während des Vortrages des Professors geredet und es war schwierig dem Unterrichtsgeschehen zu folgen. Für mich sind das ungünstige Studienbedingungen. Die  gegebene Ruhe in der HSZG ist ein Grund, warum es mir so gut in Zittau gefällt.“[caption id="attachment_312" align="alignleft" width="803"] Khalil bei einem Fotoshooting für die HSZG[/caption]Schmunzelnd erklärt uns Khalil auch, dass die Unterschiede zwischen dem Studienkolleg und dem Studium nicht sehr groß sind: „Die kleinen Unterschiede sind, dass ich jetzt mit mehr deutschen Studierenden statt mit Ausländern Kontakt habe und der schwierige Deutschunterricht wegfällt. Das Familiengefühl ist aber immer noch da. Die Hochschulangehörigen haben eine enge Bindung zum Campusleben und wenn es mal ein Problem gibt, dann sind alle sehr hilfsbereit. Ich bin auch schon Teil dieser Familie, z.B. unterstütze ich die Studienkollegiaten, wenn diese eine Frage haben bzw. mich um etwas bitten.“Eine besondere Rolle in seinem Studienalltag spielen seine Kommilitonen und Mitmenschen:  „Sie sind alle sehr nett und freundlich. Zudem haben sie immer ein offenes Ohr für mich.“ Khalil erzählt uns, dass er in einer Wohngemeinschaft  wohnt. Sein Zimmer dort hat er im Februar dieses Jahres bezogen.  Den Kontakt zu dem Alternativwohnen erhielt er über seinen Kumpel. Durch gemeinsame Freizeitaktivitäten und die angenehme Wohnatmosphäre entschied er sich, sich auf eines der ausgeschriebenen Zimmer zu bewerben. Zusammen mit ihm wohnen vor allem Ökologie-Studenten. Zu ihnen zählt auch Bernd. Bernd ist Besitzer eines Schrebergartens in den er Khalil einlud. Der Erstsemestler berichtet: „Der Garten wird von Bernd und seinem Kommilitonen gepflegt. Nachdem die zwei mich überzeugten, habe ich die 30 qm große Grünanlage mit ihnen besucht. Natürlich habe ich beim Rasen mähen, sowie beim Obst-und Gemüse ernten geholfen. Vielleicht werde ich mir für den kommenden Sommer auch einen Garten mieten, denn neben der Möglichkeit Obst und Gemüse anzubauen, kann man in einem Garten sich entspannen und auch mal ein wenig feiern.“Khalil wurde sehr gut in seinem Studium und von den Studierenden aufgenommen, dasselbe kann man nur jedem anderen wünschen, der den Schritt Richtung Auslandsaufenthalt geht.  Ob “Hin oder Weg“, jeder sollte ohne Grenzen und mit maximalem Erfolg studieren können. Am Ende unseres Interviews äußert sich Khalil positiv: „ Ich fühle mich sehr gut in die Studierendenschaft eingebunden. Meine Kommilitonen und Mitbewohner tragen viel dazu bei. Auch wenn die Studienstandortwahl stark von der Person abhängt, kann ich allen Absolventen des Studienkollegs nur empfehlen ein Studium an der Hochschule Zittau/Görlitz aufzunehmen.“Voraussichtlich wird Khalil noch bis 2019 in Zittau bleiben und wir bedanken uns jetzt schon für sein positives Feedback und seinem Mitwirken in den verschiedensten Projekten für eine bessere Integration von Ausländern in Zittau.Fotos: Hagen Immel