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09. April 2015

Symposium: Wie viel Arbeit braucht der Mensch?

"Das Eigenwillige an Grenzen: Man entdeckt sie erst, wenn man dran oder drüber ist." - Ein Veranstaltungshinweis.

Burnout sei keine Krankheit, Burnout sei eher eine Art Risikozustand, hat Herbert Rebscher (Vorstandsvorsitzender DAK-Gesundheit) mal gesagt. Ein Risikozustand ist das Ende einer Reise bis an die Grenzen. Was in der Jugend bisweilen reizvoll sein mag, wird auf Dauer zum gesundheitlichen Problem. Das Eigenwillige an Grenzen: Man entdeckt sie erst, wenn man dran oder drüber ist.

Wir gehen noch weiter und fragen: Ist Burnout nicht vielmehr eine eigentlich gesunde Reaktion auf immer mehr Beschleunigung und Arbeitsverdichtung? Sie denken jetzt vielleicht: Jetzt kommt das Lied von der Work-Life-Balance, der Achtsamkeit.

Aber: Achten wir wirklich auf irgendwas? Oder sind diese Geschichten über bessere Selbstsorge nur allzu gern geglaubte Gemeinplätze, mit denen wir unsere verkorksten Rennbahn-Lebensläufe schönreden? Wird Wellness nicht selbst zur Rennbahn: immer schneller noch entspannter? Wenn jemand aus dem Tritt gerät oder ganz aus dem Hamsterrad kippt, sagen wir dann nicht, sie oder er hätte zu wenig für sich getan?

Ein selbstbetrügerischer Teufelskreis? Mindestens!

Keine Angst, wir liefern nicht nur wissenschaftliche Vorträge. Wie schon bei der Vorgängerveranstaltung "Nachhaltigkeit und Führung" heißt unser Ziel: Diskussionen zu ganz praktischen Fragen (diesmal: „Wie viel Arbeit braucht der Mensch?“), angereichert mit wissenschaftlichen Betrachtungen und bisweilen auch herzlich polemischen Pointen. Wir nehmen den gegenwärtigen Gesundheitsbegriff auseinander und werfen der protestantischen Arbeitsethik ein paar traurige Strophen hinterher. Wir reden über Ärzte, die jeden Menschen „verwendungsfähig“ schreiben, der gerade noch laufen kann. Wir fragen Sie, was wirklicher Genuss ist. Wir analysieren, warum viele Menschen, kurz bevor sie sterben, vor allem eines bereuen - zuviel gearbeitet zu haben. Und wenn Sie wollen, hinterfragen Sie ihre Prioritäten mit ein paar ebenso kurzen wie lehrreichen Übungen.

Kurz: Wir diskutieren mit Ihnen wichtige Fragen über die Arbeit und das Leben. Los geht’s!

Dozenten: 

  • Markus Will von der  Hochschule Zittau/Görlitz
  • Prof. Dr. Matthias Schmidt von der  Hochschule Zittau/Görlitz
  • Jörg Heidig - Prozesspsychologen Kleinert | Heidig & Partner 

Um Anmeldung für das Symposium am 18. April in der Zeit von 10:00 - 17:00 Uhr wird gebeten: 

Per Mail: m.will(at)hszg.de oder per Facebook: www.facebook.com/events/511725892263816/555842014518870/  

Veranstaltungsort:

Hochschule Zittau/Görlitz

Brückenstraße 1, Görlitz

Foto: Dipl.-Ing. (FH) Markus Will
Ihr Ansprechpartner
Dipl.-Ing. (FH)
Markus Will
Fakultät Natur- und Umweltwissenschaften
02763 Zittau
Külzufer 2
Gebäude Z VI, Raum 208
2. Obergeschoss
+49 3583 612-4759