Gastbeitrag von Réka Schmieder: Ich komme aus einem winzigen ungarischen Dorf, aus der Nähe von Pécs.Ich studiere Kultur und Management MA an der Universität Pécs. Ich habe auch mein Bachelorstudium hier gemacht (Erwachsenenbildung, Fachrichtung Kulturelle Organisation). Während dieser Zeit habe ich schon über die Hochschule Görlitz gehört, bzw. über das Dual-Degree Program zwischen der Hochschule und meiner Fakultät. Das Program hat zwar mein Interesse geweckt, jedoch fing ich mein vorletztes Semester an dem Bachelor so an, dass ich nicht weiterstudieren wollte. Aber ich hatte einen Professor, Herr Dr. Zoltár Huszár, wer genau wusste, dass ich sehr gut auf Deutsch sprechen kann, da ich dasselbe deutschsprachige Gymnasium besucht habe, wie sein Sohn (wir waren Klassenkameraden). Er hat mich dann überredet, dass ich weiterstudieren sollte und für ein Jahr nach Görlitz ziehen und dort das Programm machen sollte. Das tat ich dann auch.Also am 1. Oktober 2013 fing ich mein Masterstudium in Kultur und Management an. Ich war keine „typische“ Erasmus-Studentin. Ich folgte dem gleichen Programm, wie meine Kommilitonen. Ich hatte mit den Fächern nie so große Probleme, außer bei drei schwereren Fächern (Kommunalmanagement, Finanzierung und Unternehmensrecht). Da musste ich schon richtig viel lernen, auch die Fremdwörter waren mir neu.In dem ersten Semester hatte ich sehr freundliche türkische Mitbewohner in dem Wohnheim. Meine WG war einfach super. Wir hatten mehrmals alle ausländischen Studenten, die in Görlitz studierten zu uns in die WG eingeladen und internationale Abende gehalten. Es waren Leute dort aus der Türkei, Tschechien, Ungarn, Litauen, Russland, aus der Ukraine, aus der Slowakei, Polen usw. Ich konnte viele Kulturen kennen lernen, wodurch ich mich mehr gegenüber den fremden Kulturen geöffnet habe und will noch mehr wissen.[caption id="attachment_178" align="aligncenter" width="300"]
Pyjama Party mit den Erasmus-Mädels ;)[/caption]Im zweiten Semester waren leider nicht so viele Erasmus-Studenten da, aber in dieser Zeit war ich mehr in der Stadt unterwegs. Ich habe viele Görlitzer kennengelernt, hauptsächlich Kulturmenschen die das kulturelle Leben der Stadt bestimmen. Dank diesen Beziehungen hatte ich auch mein Kontakt zur zwei Festivalveranstaltern bekommen und so konnte ich für meine Abschlussarbeit Interviews mit ihnen machen.[caption id="attachment_177" align="alignright" width="382"]
Stadtausflug[/caption]In diesem einem Jahr habe ich mich in die Stadt verliebt. Sie ist zwar klein, aber auch aufregend. Man kann vieles unternehmen, da es sehr viele Programme in Görlitz sind. In einem Jahr war ich auf fast allen großen Veranstaltungen, die in der Stadt stattfinden. Unter anderem war ich auch auf Zukunftsvisionen, ein Festival der modernen Kunst veranstaltet von den Studenten der Hochschule. Diese eine Woche war meine Lieblingswoche dort. Ich bin auch dieses Jahr dort gewesen, obwohl ich nicht mehr in Görlitz studierte.Die Stadt hat eine sehr gute Lage. Ich war in Dresden zig mal, habe Ostern 2014 in Prag verbracht, habe die Städte in der Umgebung von Görlitz besucht und Berlin ist auch nicht weit weg.Ich bin sehr froh, dass ich mich so entschieden habe, dass ich weiterstudieren will und in dem Dual-Degree Program teilnehmen möchte. Dieses Jahr hat mich verändert: ich wurde offener, mutiger und sprachlich konnte ich mich auch sehr gut entwickeln.Görlitz lohnt sich! Gefördert durch: