Am ersten Tag stand die Ortsanalyse für die Stadt mit dem UNESCO-Welterbe Park „Fürst Pückler“ auf dem Programm. Einerseits hatten sich die Studierenden des zweiten Semesters im Rahmen des Moduls Tourismusökonomie mit dem Thema UNESCO-Welterbestätten auseinandergesetzt und andererseits erarbeiteten sie sich die wissenschaftliche Vorgehensweise einer Ortsanalyse, die im Vorfeld jeder Tourismuskonzeption als analytische Basis durchgeführt werden sollte. Die dazu in Vorbereitung der Exkursion angefertigten Bewertungsbögen dienten den Studierenden zur exakten Beschreibung und Bewertung des touristischen Angebots unter Berücksichtigung besonderer Verantwortung einer UNESCO-Welterbestätte. Darüber hinaus wurden die aufgestellten Kriterien und Bewertungsvorschläge einer praxistauglichen Prüfung unterworfen. Eine erste Auswertung dazu erfolgt bereits am selben Abend im IBA-Studierhaus Großräschen, wo die Studierenden auch übernachteten.
Der nächste Tag stand im Zeichen der Entdeckung der touristischen Angebote der einmal größten von Menschenhand geschaffenen künstlichen Seenkette Europas, einer Landschaft, die sich im Wandel befindet. Marcus Heberle, stellvertretender Geschäftsführer des Tourismusverbandes Lausitzer Seenlande legte die gewaltigen Herausforderungen, vor der eine Destination, die sich über zwei Bundesländer (Sachen und Brandenburg) erstreckt, und die sich seit Jahren entwickelt und verändert, dar.
Die Studierenden erfuhren Wissenswertes über die Geschichte der Region mit ihren Tagebaulandschaften, blickten von der Besucherplattform in den noch aktiven Tagebau Welzow, besuchten bereits geschaffene touristische Attraktionen wie bspw. s.g. Überläufer, die nach Ende der Flutung der Seen dafür sorgen, dass seenübergreifende Bootstouren möglich sein werden, den Stadthafen in Senftenberg, das vor einem Jahr eröffnete Leuchtturmhotel am Geierswalder See, welches in der letzten Woche mit vier DEHOGA-Sternen zertifiziert wurde ebenso wie die Landmarke “rostiger Nagel“.
Innovative touristische Infrastrukturentwicklungen bestaunten die Studierenden am Koschener Kanal und den Schwimmenden Häusern.
Prof. Dr. Ute Pflicke
Studiengangsleiterin Tourismusmanagement Master