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10. Juni 2016

Erster Hochschulsozialarbeiter Deutschlands

Deutschlandfunk berichtet über unser neues Beratungsangebot für Studierende in schwierigen Lebenslagen.

Der Deutschlandfunk berichtete in seiner gestrigen Ausgabe "Campus und Karriere" über unser neues Beratungsangbeot für Studierende in herausfordernden und schwierigen Studien- und Lebenslagen. Das Interview mit Sandro Hänseoth kann hier nachgehört werden.


Hintergrund des Angebotes

Studierende sind zunehmend mit Stress- und Belastungskonstellationen konfrontiert. Zu diesem Ergebnis kommen eine Reihe unterschiedlicher Studien. So konnte bspw. das an der Hochschule Zittau / Görlitz unter der Leitung von Prof’in. Dr. Jutta Blin und Prof. Dr. Andreas Markert durchgeführte Forschungsprojekt „Psychosoziale Lage von Studierenden“ vielfältige Wechselwirkungen zwischen privaten Problemlagen und Belastungen im Studium nachzeichnen. Die Hochschule Zittau / Görlitz hat auf diese Entwicklung reagiert und als erste Hochschule Deutschlands eine Stelle im Bereich Hochschulsozialarbeit eingerichtet. Mit der von Dipl.-Sozialarbeiter/Sozialpädagogen (FH) Sandro Hänseroth wahrgenommenen, durch Fördermittel des Hochschulpaktes finanzierten Stelle, schafft die Hochschule ein eigenständiges, außercurriculares und professio-nelles Angebot für alle Studierenden und andere Hochschulangehörige. Dieses Angebot ergänzt insbesondere die bereits an der Hochschule bestehende professionelle Psychosoziale Beratung des Studentenwerkes sowie das sehr niedrigschwellige Projekt ‚Studierende beraten Studierende‘ und rundet somit das an der HSZG vorhandene Unterstützungssystem in systematischer Weise ab.

Ziele der Hochschulsozialarbeit

Hochschulsozialarbeit zielt insbesondere auf die Steigerung der Studienqualität und Verbesserung der Stu-diensituation aller Studierenden ab. Erreicht werden soll dies durch einen differenzierten, nah an den Lebens- und Erfahrungswelten der Studierenden ansetzenden Mix bewährter sozialpädagogischer Methoden. Neben Ansätzen einzelfallbezogener Hilfen und aufsuchender Sozialarbeit (bspw. in den Mensen, Studierendenclubs u.a.) sind in diesem Zusammenhang auch etablierte Methoden der Gruppen-, Vernetzungs- und außercurricularen Bildungsarbeit zu nennen. Neben der direkten psychosozialen Unterstützung der Studierenden ermöglicht Hochschulsozialarbeit zudem eine Entlastung von Professor/innen und Mitarbeiter/innen im Umgang mit sozialen Problemen oder psychischen Belastungen ihrer Studenten/innen.

Das Angebot ist direkt bei der Studienberatung der akademischen Verwaltung angegliedert. Beratungen sind in der Vorlesungszeit vorrangig jeweils dienstags bis donnerstags zwischen 08:00 Uhr und 16:00 Uhr sowie auf An-frage und nach terminlicher Vereinbarung für alle Studierenden und Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz nutzbar. Auf Wunsch können folgende Kanäle / Angebotsformen genutzt werden:

  • Aufsuchende Arbeit am Campus, in Hochschulgebäuden, Mensen, studentischen Treffpunkten
  • Persönliche / individuelle Beratung und Einzelfallhilfe, Begleitung und Unterstützung
  • Online-Beratung (via E-Mail, Chat (anonym), facebook, whatsapp u.a.)
  • telefonische Beratung, Gruppenberatungen und Gruppenangebote