Görlitzer Hochschullehrer lehrt und forscht im Mai in Ulaan Baatar an der Nationaluniversität der Mongolei.
Auf Einladung der Nationaluniversität der Mongolei und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft lehrt und forscht der Görlitzer Hochschullehrer Matthias Theodor Vogt vom 13. bis 31. Mai 2017 in Ulaan Baatar.
Die öffentlichen Vorlesungen behandeln europäische und deutsche Geschichte, Fragen der Kulturpolitik und der Kulturtheorie sowie das deutsche Bildungssystem.
Anlaß der Reise sind Forschungen zum Immateriellen Kulturerbe – während Deutschland gerade einmal zwei Einträge auf der UNESCO-Liste zum Intangible Heritage aufweist, nimmt die Mongolei mit sieben Eintragen, absolut und gemessen an ihrer Einwohnerzahl, einen der weltweit führenden Ränge ein. Eine Besonderheit ist beispielsweise der Khoomei, der Obertongesang, bei dem ein einzelner Sänger mehrere Stimmen gleichzeitig singt, oder der Urtiin duu, die epischen Gesänge, die insbesondere durch die Minderheiten überliefert werden.
In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und der Mongolischen Akademie der Wissenschaften sind eine Reihe von Expertentreffen zur Frage von Evaluationskriterien für das immaterielle Kulturerbe geplant sowie Feldforschungen im Tsonjin boldog, dem Denkmal für Dschingis Khan, im, Elsen tasarhai am Rande der Gobi und im Central aimag.
Im Görlitzer Studiengang „Kultur und Management“ haben bereits mehrfach mongolische Studenten erfolgreich studiert. Prof. Togooch Dorjdagva von der National-Universität der Mongolei war Gast von Prof. Vogt und wird voraussichtlich im kommenden Studienjahr wieder nach Görlitz kommen. Naturforscher am Görlitzer Senckenberg-Museum, einem der weltweit größten Forschungsinstitute für Bodentierkunde, sind mit der Mongolei ebenfalls seit langem verbunden.
Hier können Sie die Ankündigung der Gastvorlesungen von Prof. Vogt an der Nationaluniversität der Mongolei in Ulaan Baatar in mongolischer Sprache einsehen, die derzeit in kyrillischen Buchstaben geschrieben wird.