Liebe Studierende und Mitarbeitende der Fakultät für Sozialwissenschaften,
In seinen Kurzgeschichten wirft Alexander Puchtler einen ungeschönten Blick in eine Welt, die selten sichtbar wird: Komplexeinrichtungen der Behindertenhilfe. Orte, die Schutz versprechen – und doch oft von starren Strukturen, Kontrolle und leiser Gewalt geprägt sind.
Der Autor hat selbst jahrelang in diesem System gearbeitet. Seine Texte beruhen auf realen Erfahrungen und Begegnungen. Um Anonymität zu wahren, sind sie literarisch verdichtet – doch ihr Kern ist wahr. Sie erzählen von Menschen, deren Leben verwaltet wird. Von Mitarbeitenden, die zwischen Fürsorge und Überforderung stehen. Und von einer Gesellschaft, die diese Parallelwelt lieber nicht sehen möchte.
Diese Lesung ist keine Anklage gegen Einzelne, sondern eine kritische Auseinandersetzung mit Denk- und Handlungsweisen, die Fremdbestimmung normalisieren. Zugleich eröffnen die Geschichten leise Räume der Hoffnung. Sie fragen: Wie könnte ein anderes Miteinander aussehen?
Die Lesung wird durch Gesprächsphasen ergänzt und lädt dazu ein, gemeinsam über Verantwortung, Würde und Menschlichkeit nachzudenken.
Studierende und Mitarbeitende der Fakultät sind herzlich eingeladen, an dieser Lesung und dem anschließenden Gespräch teilzunehmen.
Wann: Mittwoch, den 27.05.26. von 15:00 - 17:00 Uhr
Wo: Bluebox / Aula
Autor: Alexander Puchtler, ehemaliger Studierender der Kommunikationspsychologie an der HSZG
Moderation: Dr. Bastian Fischer, ehemaliger Studierender der Heilpädagogik an der HSZG