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06. Februar 2025

CampusKompass: Gemeinsam Hochschule gestalten

Das innovative Modul für Studierende CampusKompass fördert die aktive Mitgestaltung der Hochschule und unterstützt den Erwerb wertvoller Kompetenzen für die Gremienarbeit.

Modul CampusKompass: Gremienarbeit und Hochschulpraxis – Mitgestaltung als Herzensprojekt

Mit dem Modul „CampusKompass: Gremienarbeit und Hochschulpraxis“ hat die Hochschule Zittau/Görlitz im Wintersemester 2024/25 ein innovatives Lehrangebot geschaffen, das Studierende gezielt für die aktive Mitgestaltung ihrer Hochschule inspiriert und qualifiziert. Entwickelt in einem partizipativen Prozess unter der Leitung der Prorektorin für Bildung und Internationales, Professorin Sophia Keil und dem Referenten für Hochschuldidaktik, Daniel Winkler, ist das Modul ein Herzensprojekt, das einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der studentischen Selbstverwaltung leistet.

Gremien sind die Orte, an denen zentrale Weichen für die Weiterentwicklung unserer Hochschule gestellt werden – hier werden richtungsweisende Entscheidungen getroffen: von der Einführung neuer Studiengänge über die fortlaufende Optimierung von Lehr- und Lernbedingungen bis hin zur strategischen Ausrichtung im Hinblick auf Forschung und Internationalisierung. Sie bieten allen Statusgruppen – Studierenden, Mitarbeitenden und Professorinnen und Professoren – die Möglichkeit, aktiv die Zukunft unserer Hochschule mitzugestalten. Als größte Statusgruppe stehen die Studierenden im Mittelpunkt meiner Arbeit. Es ist mir ein besonderes Anliegen, sie in ihrer Gremienarbeit zu stärken und ihnen die Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie für ihre Mitbestimmung benötigen. Das neue Modul CampusKompass, welches im Sinne des Students-as-Partners-Ansatzes gemeinsam mit Studierenden entwickelt wurde, verfolgt genau dieses Ziel: durch die Vermittlung zentraler Schlüsselkompetenzen können die Studierenden ihre Persönlichkeit weiterentwickeln und im Hinblick darauf, ihre Hochschule aktiv und wirkungsvoll mitgestalten.

Prof. Dr. Sophia Keil, Prorektorin für Bildung und Internationales
Kooperativ und gleichberechtigt!

Der Students-as-Partners-Ansatz beschreibt eine kooperative und gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Lehrenden in der Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen sowie der Weiterentwicklung von Hochschulstrukturen. Dabei werden Studierende nicht nur als Lernende, sondern als aktive Mitgestaltende betrachtet, deren Perspektiven und Kompetenzen maßgeblich zur Verbesserung und Innovation in der Hochschulbildung beitragen. Dieser Ansatz fördert nicht nur die Qualität der Lehre, sondern stärkt auch das Verantwortungsbewusstsein, die Selbstwirksamkeit und die Bindung der Studierenden an ihre Hochschule.

Partizipative Entwicklung als Erfolgskonzept

Das Modul wurde entwickelt, um Studierende gezielt für die aktive Mitgestaltung ihrer Hochschule zu begeistern und ihnen die Bedeutung der ehrenamtlichen Gremienarbeit als Chance zur persönlichen Weiterentwicklung anzubieten. Gemeinsam mit engagierten Studierenden – darunter Svea Holtkamp, Julia Jurczyk, Nathalie Lange, Miriam Meyer, Luise Porst, Johann Scheffel, Max Scholz, Deny Seredenko und Annika Thomas – wurde das Modul in mehreren intensiven Workshops entwickelt. Ihre Perspektiven, Ideen und ihr Feedback flossen maßgeblich in die Gestaltung ein – ein Paradebeispiel für die partizipative Hochschulgestaltung, die an der HSZG gelebt wird.

Der partizipative Ansatz bei der Modulentwicklung die Studierenden einzubeziehen, war entscheidend, um ein praxisnahes und bedarfsorientiertes Angebot zu entwickeln. Die enge Zusammenarbeit mit den Studierenden hat uns allen gezeigt, wie erfolgreich das gemeinsame Wirken auf Augenhöhe sein kann.

Daniel Winkler, Referent Hochschuldidaktik

Vielseitiges Lehrangebot mit praxisnahen Inhalten

Den Auftakt des Moduls bildete der Kurs Einführung in Hochschulstrukturen und -politik am 23. Oktober 2024 in Görlitz. Der Rektor der HSZG eröffnete den Nachmittag mit einem Grußwort.

Das Modul CampusKompass ist ein Paradebeispiel dafür, wie sich Engagement, Kreativität und Zusammenarbeit vereinen, um nachhaltige Impulse für unsere Hochschulkultur zu setzen. Es zeigt, dass Studierende mit den richtigen Werkzeugen und der nötigen Unterstützung Herausragendes leisten können.

Prof. Dr.-Ing. Alexander Kratzsch, Rektor

Das Gremienmodul CampusKompass beinhaltet folgende thematische Schwerpunkte, die von erfahrenen Lehrenden und externen Expertinnen und Experten durchgeführt wurden:

  • Hochschulstrukturen und -politik
  • Kommunikation, Moderation und Präsentation
  • Führung, Teamarbeit und Networking
  • Konfliktmanagement und Verhandlungsführung
  • Wissensmanagement

Die Teilnehmenden erlangten nicht nur fundierte Kenntnisse über die Arbeit in Hochschulgremien, sondern entwickelten auch Kompetenzen, die für ihre persönliche und berufliche Weiterentwicklung von Nutzen sind.

Gemeinsame Evaluierung und Ausblick

Zum Abschluss des Moduls fand am 07. Januar 2025 ein Workshop statt, in dem die Studierenden gemeinsam mit der Prorektorin für Bildung und Internationales, Professorin Sophia Keil, und dem Referenten Hochschuldidaktik, Daniel Winkler, die Inhalte und Erfahrungen evaluierten. Zum Einsatz kamen ein moderiertes Reflexionsgespräch sowie ein Teaching Analysis Poll, ein strukturiertes Feedbackverfahren, das gezielt Lernhindernisse und Verbesserungspotenziale identifiziert. Die Ergebnisse fließen direkt in die Planung des nächsten Semesters ein. Das Gremienmodul CampusKompass wird langfristig im Studium Fundamentale etabliert und kontinuierlich weiterentwickelt.

Kontinuierliche Gespräche mit den Studierenden helfen uns, das Gremienmodul kontinuierlich weiterzuentwickeln und optimal an ihre Bedürfnisse anzupassen.

Prof. Dr. Sophia Keil, Prorektorin für Bildung und Internationales
Eure Meinung zählt!

Die am Gremienmodul teilnehmenden Studierenden äußerten sich wie folgt:

"Sehr gut gefallen hat mir, dass wir in vergleichsweise sehr kurzer Zeit die wichtigsten Grundlagen der Gremienarbeit behandelt haben."
Annika Thomas

"Besonders die Inhalte zu Moderation, Präsentation und Gesprächsleitung haben mir für die bisherige und zukünftige Gremienarbeit geholfen. Auch die Sichtweise von außen, dass wir in unserer Arbeit die Aufgaben und Verantwortlichkeiten zukünftig noch klarer zuweisen müssen, finde ich sehr wertvoll."
Johann Scheffel

"Für mich war das Coolste, dass die Inhalte nicht nur für die Gremienarbeit, sondern auch für die persönliche und berufliche Entwicklung von hoher Relevanz sind."
Denys Seredenko

Wichtige Maßnahme für die Zukunft

„CampusKompass: Gremienarbeit und Hochschulpraxis“ ist nicht nur ein Modul, sondern eine wichtige Maßnahme, um die Mitbestimmungskultur an der HSZG zu fördern. Mit dem CampusKompass hat die Hochschule Zittau/Görlitz ein Format geschaffen, das zeigt, wie erfolgreich Zusammenarbeit auf Augenhöhe sein kann – und das Studierende ermutigt, die Zukunft ihrer Hochschule aktiv mitzugestalten.
 

Mitgestaltung leben – Relevanz der Gremienarbeit

Gremienarbeit ist ein zentraler Pfeiler der demokratischen Mitbestimmung an Hochschulen. Sie bietet Studierenden die Möglichkeit, aktiv an Entscheidungsprozessen teilzunehmen, die Entwicklung ihrer Hochschule mitzugestalten und die Interessen der Studierendenschaft zu vertreten. Durch ihre Mitarbeit in Gremien lernen Studierende nicht nur hochschulpolitische Abläufe kennen, sondern entwickeln auch wichtige soziale und fachliche Kompetenzen wie Verhandlungsführung, Teamarbeit und Konfliktmanagement. Die aktive Mitwirkung ist ein entscheidender Faktor, um sicherzustellen, dass die Hochschule ihre Aufgaben im Sinne aller Beteiligten wahrnimmt.

Studentische Vertretungen und Hochschulgremien der HSZG

Studentische Vertretungen finden sich in folgenden Bereichen der Hochschule Zittau/Görlitz wieder:

Alle Studierenden einer Fakultät (teilweise auch eines Fachbereiches) bilden die Fachschaft. Als Mitbestimmungsgremium können die Studierenden einen Fachschaftsrat wählen. Der Fachschaftsrat vertritt die Interessen seiner Studierenden und wählt dazu studentische Mitglieder in den Fakultätsrat, in die Studienkommission, den Prüfungs- und Praxisausschuss.

Die Fachschaftsräte der Hochschule bilden den Studierendenrat der Hochschule. Als Organ der Studierendenschaft vertritt er die Interessen derselben als rechtsfähige Teilkörperschaft der Hochschule und verantwortet hochschulweit die Belange der Studierenden.

Dank an alle Beteiligten

Die Prorektorin für Bildung und Internationales, Professorin Sophia Keil, dankt allen Studierenden, insbesondere Svea Holtkamp, Julia Jurczyk, Nathalie Lange, Miriam Meyer, Luise Porst, Johann Scheffel, Max Scholz, Deny Seredenko und Annika Thomas sowie den Dozierenden und Mitwirkenden, die das Modul CampusKompass mit ihrem Engagement und ihrer Kreativität bereichert haben. Ihr Einsatz hat die Einführung dieses Moduls zu einem Erfolg gemacht.

Foto: Prof. Dr. rer. pol. Sophia Keil
Ihre Ansprechperson
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Sophia Keil
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