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24. September 2021

Fünf Millionen Euro für MINT-Bildung

Starkes Signal an junge Menschen in der Oberlausitz: Innovative Hochschulprojekte erhalten millionenschwere Förderung.

Die Hochschule Zittau/Görlitz erhält für innovative Projekte der MINT-Bildung eine eindrucksvolle finanzielle Unterstützung. Die Oberlausitzer Abgeordnete Franziska Schubert (BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN) konnte fünf Millionen Euro für Vorhaben zur Stärkung des MINT-Fachkräftenachwuches sichern. Die dafür bereitgestellten Mittel stammen aus dem Vermögen von Parteien und Massenorganisationen der DDR (sogenannte PMO-Mittel). Wie sie zu verwenden sind, regelt eine Bundesrichtlinie. Die Mittel könnten zukünftig unter anderem dafür eingesetzt werden, um innovative Ansätze zur außerschulischen Bildung aus dem Projekt "Zukunftslernort Oberlausitz (ZuKLOS)" umzusetzen.
 
Franziska Schubert, Vorsitzende und Oberlausitzer Abgeordnete der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, freut sich über diesen Erfolg für die Region:

Die Hochschule Zittau/Görlitz spielt eine sehr wichtige Rolle in der Region, gerade auch im Hinblick auf die Herausforderungen des Strukturwandels. Wir brauchen Perspektiven für junge Menschen und die Hochschule bietet dafür ein tolles Angebot. Ich begleite sie in ihrer Entwicklung schon eine ganze Weile und es gefällt mir, dass die Hochschulstandorte mit frischer Energie und Herzblut weiter entwickelt werden. Mit dem Projekt 'Zukunftslernort Oberlausitz' stellt die HSZG das erneut unter Beweis. Das Projekt hat eine überregionale Strahlkraft und wird mit zentralen und dezentralen Wirkstätten für alle jungen Menschen in der Oberlausitz erreichbar sein. Hier sollen außerschulische Lernorte geschaffen werden, die unter anderem auf das Berufsleben vorbereiten. Davon profitieren auch die Unternehmen in der Region."

Das Projekt "ZuKLOS" adressiert die Sicherung des Fachkräftenachwuchses in der Oberlausitz, insbesondere in den sogenannten MINT-Berufen. Die Stärkung der schulischen, formalen Bildung und der außerschulischen, nonformalen Bildung ist hierfür besonders wichtig. Anders als die schulische Bildung hat die außerschulische Bildung keine von "Amts wegen" vorgegebenen Lehrpläne oder Qualitätsrichtlinien zu erfüllen. Unter diesen Vorzeichen wird ZuKLOS untersuchen, wie die für die Oberlausitz wirtschaftspolitisch identifizierten Zukunftstechnologien von den Trägern außerschulischen Lernens aufgegriffen und curricular untersetzt angeboten werden können. Hinzu kommt die Analyse der sogenannten weichen Faktoren (Räume, Zugang, Mitbestimmung, Vorgabe versus Selbstexploration) und deren Einfluss. Rektor Prof. Dr. Alexander Kratzsch sieht großes Potential in diesem Vorgehen:

Wir möchten bei jungen Menschen unserer Region das Interesse an MINT-Themen stärken. Die angeborene kindliche Neugier geht oft mit einem großen Wissensdurst einher. Diese Wissbegier möchten wir insbesondere für Zukunftsthemen erhalten und fördern. Dafür setzen wir auf außerschulische Angebote, die perspektivisch darauf einzahlen, dass wir viele gut qualifizierte sowie hochmotivierte Fachkräfte für die Herausforderungen unserer Zeit und für unsere Region ausbilden können."

Um dies zu erreichen werden Expertinnen und Experten aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft die Zukunftstechnologien dieser Region, wie Virtual Reality, Augmented Reality, Kunststoff-Leichtbau, Energie, Mobilität betrachten. Im gemeinsamen Diskurs sollen Vorschläge für außerschulische Angebote entstehen, die zu sogenannten Zukunftsthemen der außerschulischen Bildung zusammengefasst werden. Denn Tatsache ist: Die Berührungspunkte junger Menschen mit neuen Technologien sind noch mangelhaft. Die außerschulische Bildung in der Oberlausitz setzt hier an und wird im Rahmen einer Transferkonferenz zum Projektende entsprechende Handlungsempfehlungen kommunizieren. Dadurch wird ein Qualitätsschub für die einzelnen außerschulischen Lernorte erwartet, sowohl bei den bereits bestehenden als auch bei neu gegründeten. Die Städte Görlitz und Zittau, sowie die Hochschule Zittau/Görlitz beabsichtigen im Projektanschluss und bis 2030 weitere Lernorte zu etablieren. Weiterhin werden kompetenzbilanzierende Instrumente (Potentialdiagonstik) angewendet und deren Einfluss auf die Selbstbestimmung und Motivation der Zielgruppe bestimmt.

Das Projekt kann als Initialprojekt gewertet werden, in welchem zunächst innerhalb der einjährigen Projektlaufzeit zum Ist-Stand außerschulischer Bildung in den Landkreisen Görlitz und Bautzen geforscht wird. Projektpartner ist die TU Dresden.

Das Projekt ZuKLOS läuft im Rahmen des Bündnisses Lausitz - Life & Technology, welches im (BMBF)-Programm "WIR! - Wandel durch Innovation in der Region" gefördert wird.

Foto: Prof. Dr.-Ing. Alexander Kratzsch
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