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03. März 2026

Sachsenweite Vernetzung zum Studienerfolg

Verbundtreffen des Projektes studienerfolg@saxHAW an der Hochschule Zittau/Görlitz

Über einen Tisch mit bunten Notizzetteln sind zwei Arme gebeugt. Eine Hand hält einen Stift, um auf einem Notizzettel zu schreiben.
Foto: Aline Schulz Ideenwerkstatt – Neue Ideen für die Verstetigung der Projektergebnisse werden gesammelt

Wie können Studierende in der Studieneingangsphase noch besser begleitet werden und wie lassen sich Studienabbrüche wirksam reduzieren?

Am 23.01.2026 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der am Verbundprojekt studienerfolg@saxHAW beteiligten Hochschulen an der Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) und stellten sich diese Frage. Im Fokus standen der standortübergreifende Austausch, konkrete nächste Schritte und die Frage, welche Ansätze sich an den Hochschulen dauerhaft in Strukturen und Abläufen verankern lassen.

Austausch im Verbund: Impulse, Learnings und nächste Schritte

Seit Beginn des Projektes treffen sich die Teams regelmäßig an einer Partnerhochschule, um sich über den Projektverlauf, Erfahrungswerte und Best Practices auszutauschen. Im Wechsel zwischen den Standorten werden so die unterschiedlichen Ansätze der einzelnen Hochschulen jeweils „vor Ort“ vorgestellt und neue Impulse für die eigene Arbeit gewonnen.
 

Beim Verbundtreffen an der HSZG in den Räumlichkeiten des Celsiuz Co-Creation Lab ging es darum, den Zwischenstand nach fast zwei Jahren Projektlaufzeit gemeinsam zu spiegeln: Welche Erfolge sind sichtbar, was hat sich bewährt, wo liegen Herausforderungen und welche Ansätze lassen sich gegebenenfalls auf andere Hochschulen übertragen? Darauf aufbauend wurden gemeinsam nächste Schritte abgestimmt und Perspektiven für die weitere Arbeit im Verbund herausgearbeitet. Im Anschluss erhielten die Teilnehmenden bei einem Besuch im DLR_School_Lab der Hochschule Zittau/Görlitz Einblicke in einen der außerschulischen Lernorte der HSZG, an dem Wissenschaft praxisnah erlebbar wird.

Studienerfolg@saxHAW bedeutet für mich mehr als Unterstützung im Studium: Es öffnet Augen für die Zukunft, macht Mut, zeigt verborgene Potenziale und hilft, Ängste abzubauen – damit Studierende ihren eigenen Weg selbstbewusst gehen können.

Prof. Dr. phil. Małgorzata Maćkowiak, Prorektorin Bildung und Nachhaltigkeit - Projektleitung
Zwei Frauen sitzen auf Hochstühlen im Vorlesungssaal vor einer Beamerprojektion.
Foto: HSZG v.l.n.r.: Aline Schulz und Prorektorin Bildung und Nachhaltigkeit Prof.in Maćkowiak

Die Projektergebnisse von studienerfolg@HSZG 

An der HSZG fokussiert das Projekt drei Kernbereiche entlang des Student-Life-Cycles: Orientierungsstudium, Studium Fundamentale sowie Teambuilding und digitale Medien

Im Projektverlauf wurden jeweils nachhaltig und zielführend Maßnahmen umgesetzt, die Studierende gezielt unterstützen:

Orientierungsstudium Management 

Ab dem Wintersemester 2026/2027 können Studieninteressenten an der Fakultät Management und Kulturwissenschaften ein Orientierungsstudium Management aufnehmen. Für zwei Semester ist es möglich in das Studieren hineinzuschnuppern und verschiedene selbstgewählte Module mit Schwerpunkt auf Management-Studiengänge zu belegen. Begleitend gibt es individuelle Beratungen und Förderung sowie ein Stärkencoaching mit den VIA Charakterstärken, um die eigenen Fähigkeiten und Interessen besser zu verstehen und den Übergang in ein passendes Studium zu erleichtern. 
 

Studium fundamentale – ein Blick über den Tellerrand

Das Studium fundamentale ist in allen grundständigen Studiengängen der HSZG integriert und bietet den Studierenden eine Vielfalt an Themen, die zukunftsweisende und multidisziplinäre Kompetenzen vermitteln. 

Im Rahmen des Projekts wurde die Webseite des Studium fundamentale vollständig überarbeitet und ein vereinfachtes Kursmanagement eingeführt, das über durch die Einschreibung über ein digitales Buchungsportal ermöglicht wird. 

Zudem wurden neue Angebote für das Studium fundamentale entwickelt, darunter die „Ideenwerkstatt“, die im Sommersemester 2026 an beiden Standorten startet. 
 

Vernetzung und Unterstützung unter Studierenden

Der Austausch untereinander, aber auch das Wissen über und der Zugang zu Unterstützungsangebote sind elementare Faktoren, um in herausfordernden Studienphasen handlungsfähig zu bleiben. 

Dafür wurden im Projekt verschiedene Austauschformate umgesetzt. Vor allem die Veranstaltungsreihe „Fail Forward – Ein Glas Klarheit mit…“ stärkt die Vernetzung zwischen Studierenden und Lehrenden, baut Hemmschwellen ab und macht anhand persönlicher Erfahrungen sichtbar, wie mit Hürden, Herausforderungen, aber auch Erfolgen umgegangen werden kann.

Weitere Einblicke in das Projekt und das Verbundtreffen gibt es im Video:

Ausblick

Durch die Projektverlängerung bis März 2027 können die Maßnahmen an der Hochschule Zittau/Görlitz weiterhin gezielt für die Studierenden umgesetzt und ausgebaut werden. Neben der Einführung des Orientierungsstudiums Management (erste Immatrikulation im Wintersemester 2026/2027) wird das Angebot des Studium fundamentale weiter an die Bedürfnisse der Studierenden weiterentwickelt. Auch das Veranstaltungsformat Fail Forward – Auf ein Glas Klarheit mit…“  wird in den kommenden Semestern fortgesetzt, um den Austausch zwischen Studierenden und Dozierenden zu fördern.

Das Verbundprojekt studienerfolg@saxHAW

Im April 2024 startete das innovative Verbundprojekt „studienerfolg@saxHAW“ an den fünf sächsischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften:

  • Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD)

  • Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ)

  • Hochschule Mittweida

  • Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK)

  • Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG)

Das umfassende Bildungsprojekt zielt darauf ab, die Studierenden optimal auf ihr Studium und ihre berufliche Zukunft vorzubereiten. Hierfür setzen sich alle beteiligten Hochschulen individuelle Projektziele, die an die Bedarfe des Standorts und ihrer Studierendenschaft angepasst sind. Das Hauptziel des Projektes besteht dabei an allen Standorten darin, den Studienerfolg zu steigern und vorzeitige Studienabbrüche zu minimieren. Dabei steht das Projektteam im engen Austausch mit den Studierenden, aber auch den Fakultäten, um Bedarfe früh zu erkennen und passende Angebote zu entwickeln.

Alle Hochschulangehörigen sind herzlich eingeladen mit Anliegen, Ideen und Impulsen auf das Projektteam zuzukommen.

Die Maßnahme wird durch die ESF Plus Förderung der Europäischen Union und den Freistaat Sachsen ermöglicht.

Hier geht es zu weiteren Informationen zum Projekt.

Ihre Ansprechperson
Prof. Dr. phil.
Małgorzata Maćkowiak
Rektorat
02763 Zittau
Theodor-Körner-Allee 16
Gebäude Z I, Raum 1.51.1
1. Obergeschoss
+49 3583 612-4288
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