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MINT erleben, Grenzen verbinden
Hochschule Zittau/Görlitz stärkt Kooperation mit dem Liceum Ogólnokształcące nr XIII im. Aleksandra Fredry aus Wrocław.
Nach der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung im Dezember 2025 nimmt die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und dem 13. Liceum in Wrocław konkrete Formen an. Beim Besuch der Lehrerinnen Monika Gołdyn-Krul und Katarzyna Jörgen-Warkusz an der HSZG am 25. Juni 2026 standen gemeinsame MINT-Lernangebote und künftige Schülerprojekte im Mittelpunkt. Ein erster Besuch von Schülerinnen und Schülern aus Wrocław ist bereits für den 9. und 10. Dezember 2026 geplant.
Ziel der Kooperation ist es, Schülerinnen und Schülern Einblicke in hochschulische Strukturen und Arbeitsformen zu ermöglichen, die deutsche Sprache und Kultur zu vermitteln sowie MINT-, Wirtschafts- und Tourismusthemen fachlich zu unterstützen. Geplant sind unter anderem Informations- und Lehrveranstaltungen, Workshops in Wrocław und an der HSZG sowie gemeinsame Aktivitäten im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit.
HSZG und Liceum Wrocław konkretisieren ihre Zusammenarbeit
Empfangen wurden Monika Gołdyn-Krul und Katarzyna Jörgen-Warkusz, beide Lehrerinnen für Deutsch als Fremdsprache und Koordinatorinnen internationaler Austauschprogramme am 13. Liceum in Wrocław. Auf Seiten der HSZG nahmen unter anderem Rektor Prof. Dr.-Ing. Alexander Kratzsch, Prorektorin Prof. Dr. Sophia Keil, Prof. Dr. Cezary Dzienis, Dr. Thomas Fester, Christian Tiller und Inna Hauf teil. Zum Auftakt begrüßte der Rektor die Gäste.
Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung war ein wichtiges Signal. Jetzt geht es darum, die Zusammenarbeit mit Leben zu füllen. Junge Menschen sollen erleben, welche Studien- und Zukunftsperspektiven unsere Region bietet und wie europäische Zusammenarbeit ganz praktisch aussehen kann.
Außerschulische Lernorte als Brücke zwischen Schule und Hochschule
Im Rahmen des Besuchs stellte die HSZG ihre Studienangebote, Forschungs- und Transferaktivitäten sowie ausgewählte außerschulische Lernorte vor. Dazu gehören unter anderem das Grüne Klassenzimmer, der Wind-/PV-Baum, der Makerspace und das DLR_School_Lab der HSZG. Die Hochschule präsentierte sich dabei als Lern-, Innovations- und Begegnungsort im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien.
Internationalisierung beginnt nicht erst mit dem Studium – sie beginnt dort, wo junge Menschen neugierig werden, gemeinsam lernen und entdecken, dass Grenzen keine Grenzen für Ideen und Chancen sein müssen. Mit der Kooperation mit dem 13. Liceum aus Wrocław schaffen wir genau solche Begegnungsräume und begleiten junge Talente früh auf ihrem Weg in Wissenschaft und Zukunft.
Die Lage der Hochschule im Dreiländereck bietet dafür besondere Voraussetzungen. Als Teil eines grenzüberschreitenden Innovationsökosystems verbindet die HSZG Bildung und Forschung mit europäischen Zukunftsthemen wie Hightech, Energiewende, MINT-Bildung und regionaler Entwicklung.
Konkrete Ideen für gemeinsame Schülerprojekte
Die Gäste besichtigten ausgewählte außerschulische Lernorte auf dem Campus der Hochschule in Zittau. Anschließend wurden im DLR_School_Lab konkrete Ansätze für die zukünftige Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern entwickelt. Diskutiert wurden unter anderem zwei jährliche Besuche des Liceums an der Hochschule, die Einbindung trinationaler Formate sowie die Teilnahme an gemeinsamen Wettbewerben. Auch die Möglichkeit, erfolgreiche Formate wie ,,Make Your School" künftig in Wrocław durchzuführen, wurde angedacht.
Naturwissenschaften und Technik werden besonders spannend, wenn man sie selbst erleben und aktiv gestalten kann. Deshalb setzen wir im DLR_School_Lab auf eigenständiges Experimentieren. Schülerinnen und Schüler lernen modernste Technologien kennen und trainieren wissenschaftliche Arbeitstechniken und Arbeitsweisen wie Beobachten, Messen, Dokumentieren, Auswerten und Schlussfolgern – Kompetenzen, die in Forschung und innovativen Industrieunternehmen unverzichtbar sind.
Ein Schwerpunkt lag auf experimentellen Lehr- und Lernformaten mit deutschsprachigen Arbeitsaufträgen. In Kleingruppen sollen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Stationen des DLR_School_Lab bearbeiten, eigenständig experimentieren und dabei wissenschaftliche Arbeitsweisen sowie deutsche Fachbegriffe kennenlernen. Als mögliche Inhalte wurden unter anderem Experimente aus Biotechnologie, Energie- und Raumfahrtthemen diskutiert.
Als konkrete Projektidee wurde ein Workshop zum Thema Energie und Wasserstoff diskutiert. Vorgesehen wäre ein Format mit schulischer Vorbereitung, Vor-Ort-Erkundung im DLR_School_Lab, Interviews mit Expertinnen und Experten der Hochschule sowie kurzen Ergebnispräsentationen der Schülerinnen und Schüler.
Für unsere Schülerinnen und Schüler ist die Zusammenarbeit mit der Hochschule Zittau/Görlitz eine wertvolle Möglichkeit, Deutsch als Fremdsprache mit praktischen Erfahrungen in Wissenschaft und Technik zu verbinden. Besonders wichtig ist uns, dass die Jugendlichen die Region kennenlernen und erleben, welche Studien- und Zukunftsperspektiven sich hier eröffnen.
Die Kooperation soll in den kommenden Monaten mit gemeinsamen Lernangeboten, persönlichen Begegnungen und praxisnahen MINT-Projekten weiter ausgebaut werden. Der erste Schülerbesuch im Dezember bildet dafür den nächsten konkreten Schritt.
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